

Erev Tov!Willkommen auf joflo.net. Auf dieser kleinen Website berichte ich ein bisschen von meinen Erlebnissen und sonstigen Dinge, die hier so passieren. Hier heißt Rehovot und Umgebung, sprich Israel. Gelandet bin ich in Rehovot, da hier das Weizmann-Institut steht, an dem ich meine Doktorarbeit schreibe; d.h., im Moment schreibe ich noch nicht, sondern forsche erstmal ein bisschen. Was der Groffelmoff und der FU-Teddy damit zu tun haben, ist eine spannende Frage. Fast so spannend wie die Frage, was der Groffelmoff überhaupt ist - eine Frage, die bis zum heutigen Tage nicht beantwortet werden konnte und deshalb offen bleiben muss. Der FU-Teddy hingegen ist das Maskottchen meiner alten Universität und durfte deshalb mitkommen, um ein bisschen die weite Welt zu sehen. So viel als Vorgeschichte, viel Spaß bei der Lektüre meiner Berichte wünscht joflo. 2012-05-19: Rote Ampeln, Flaschenpfand und AbwrackprämieHallo! In Israel werden einige deutsche Angewohnheiten kopiert. So ist es zum Beispiel üblich, als Fußgänger an einer roten Ampel stehen zu bleiben. Der Hauptgrund ist allerdings nicht wie in Deutschland, dass Regeln dazu da sind, sich daran zu halten. Vielmehr ist es aufgrund der merkwürdigen Ampelschaltungen absolut überlebenswichtig an einer roten Ampel stehen zu bleiben. Denn selbst wenn man den Rhythmus der Ampel zu kennen glaubt, bekommt immer jemand anderes als nächstes grün, als man gedacht hätte. Eine andere Sache ist Flaschenpfand auf Einwegflaschen. Wie in jedem vernünftigen Land gibt es Pfand auf Mehrwegflaschen. Allerdings ist die Höhe des Pfandes hier den Lebenshaltungskosten angepasst: So gibt es auf eine Bierflasche 1,20 Schekel (24 Cent) Pfand, so dass man wie gewohnt fünf bis sechs leere Flaschen in eine neue umwandeln kann (ja, das billigste Bier kostet hier über einen Euro im Supermarkt). Der Einwegpfand wiederum ist, anders als in Deutschland, niedriger als der Mehrwegpfand, nämlich nur 30 Agorot (6 Cent). Da es sich allerdings um Israel handelt, ist der Einwegpfand nach religiösen Gesichtspunkten geregelt: Ist die Füllmenge geeignet, um eine ultraorthodoxe Großfamilie zu versorgen, so ist die Flasche pfandbefreit, ansonsten muss man zahlen. Da also zum Beispiel eine 0,5-Liter-Flasche zu großen Streitereien führen würde, wenn man den Inhalt unter sechs Kindern aufteilen müsste, ist hierauf Pfand zu entrichten. 1,5 Liter hingegen lassen sich sehr gut auf sechs Becher aufteilen, so dass diese Flaschengröße dem ultraorthodoxen Lebensstil gerecht wird, daher wird einem der Pfand hierfür erlassen. Angeblich gibt es hier auch eine Abwrackprämie. Da Israel selber gar keine Autos herstellt, ist der Grund hier nicht die Ankurbelung der Konjunktur, sondern die Erhöhung der Staatseinnahmen. Auf den Autokauf wird nämlich eine ziemliche hohe Steuer erhoben. Viele Grüße, joflo |